Unfallchirurgie und Orthopädie, Handchirurgie

Wir über uns

 

Ob Sturz, Verkehrs- oder Sportunfall, das Risiko, sich einen Knochen, ein Gelenk zu brechen, lauert an vielfältigen Orten und Begebenheiten. Die Klinik für Unfall- und orthopädische Chirurgie umfasst dabei weit mehr als das Behandeln von Knochenbrüchen. Hier werden angeborene Fehlstellungen korrigiert, hier findet das Gelenk künstlichen Ersatz, das nur noch schmerzhaft oder eingeschränkt bewegt werden kann.

Unser Team

In der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie versorgt Sie unser professionelles Ärzteteam:

Dr. med. Ulf Schmerwitz
Dr. med. Ulf Schmerwitz

Chefarzt der Unfallchirurgie
Facharzt für Chirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie, Rettungsmedizin

Dr. med. Michael Menges
Dr. med. Michael Menges

Chefarzt der Unfallchirurgie
Facharzt für Chirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie

Dr. med. Bernd-Wolfgang Bär
Dr. med. Bernd-Wolfgang Bär

Chefarzt der Unfallchirurgie
Facharzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, spez. Unfallchirurgie, Handchirurgie

Dr. med. Hanno Thiemke (ehem. von Zelewski)
Dr. med. Hanno Thiemke (ehem. von Zelewski)

Chefarzt der Unfallchirurgie
Facharzt für Chirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie, Sportmedizin, Physikalische Therapie

 

Kompetenz/Leistungsspektrum

Als zertifiziertes Traumazentrum der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie sichern wir täglich rund um die Uhr die kompetente Versorgung von Verletzten nach Verkehrs-, Sport- und Freizeitunfällen sowie nach Schul- und Arbeitsunfällen. Eingebunden in das Traumanetzwerk Ostwestfalen und das Notarztsystem des Kreises Herford können wir so alle Arten von Verletzungen, inklusive Becken- und Wirbelsäulenverletzungen (ggf. in Kooperation mit weiteren Spezialisten), versorgen. Für das Schockraummanagement stehen nach internationalen Standards geschulte und trainierte Teams 24 Stunden täglich zur Verfügung. Die operative Versorgung von Knochen- und Gelenkverletzungen erfolgt mit modernsten Verfahren und Implantaten.

Von den Berufsgenossenschaften sind wir für das Verletzungsartenverfahren (VAV) zugelassen und versorgen jährlich ca. 2500 Verletzte nach Schul- und Arbeitsunfällen.

Die Knochenbruchversorgung alter Menschen (Alterstraumatologie) ist ein aufgrund der demografischen Entwicklung zunehmender Bereich der Unfallchirurgie. Neben dem Einsatz modernster Operationsverfahren (winkelstabile Implantate, Zementaugmentation, Ballonkyphoplastie bei Wirbelbrüchen etc.) bieten wir zur Rehabilitation nach der Operation eine geriatrische Komplexbehandlung an.

Ein weiteres Betätigungsfeld unserer Klinik liegt in der orthopädischen Chirurgie. Wesentlicher Schwerpunkt ist hier die Endoprothetik der großen Gelenke, also der Einsatz von Kunstgelenken bei schwerem Gelenkverschleiß. Aufgrund unserer Jahrzehnte langen Erfahrung und hohen Versorgungsqualität sind wir ein Endoprothesenzentrum. Durch den Einsatz modernster Implantate und computergesteuerter Navigationsverfahren, welche wir seit Ende der 90er Jahre anwenden, erfolgt der Gelenkersatz mit sehr hoher Präzision, wodurch die Haltbarkeit der Kunstgelenke wesentlich verbessert wird. Eine Vielzahl der Operationen erfolgt über so genannte minimal invasive Zugänge. Darüberhinaus werden auch komplexe Wechseloperationen in hoher Zahl durchgeführt.

Um einem frühzeitigen Gelenkverschleiß vorzubeugen führen wir bei angeborenen oder erworbenen Fehlstellungen im Extremitätenbereich Korrekturoperationen durch. Auch dieses erfolgt unter Verwendung modernster Implantate und Verfahren und durch den Einsatz computergesteuerter Navigationsverfahren mit sehr hoher Präzision.

Zur Abrundung unseres Spektrums der differenzierten Gelenkchirurgie werden bei uns seit vielen Jahren die Arthroskopien (Gelenkspiegelungen) sämtlicher großer Gelenke durchgeführt. Neben Operationen an den Menisken des Kniegelenkes sind hier Kreuzbandersatzoperationen, Schulterstabilisierungen, Hüftgelenkspiegelungen (beim so genannten Impingement), und auch Hand-, Ellenbogen- und Sprunggelenkspiegelungen zu nennen.

Durch unseren speziell ausgebildeten handchirurgischen Chefarzt, der seit 1995 am Lukas-Krankenhaus tätig ist, bieten wir neben der Versorgung von Unfällen und Verletzungen der Hand (Knochenbrüche, Sehnen- und Nervenverletzungen) nahezu das gesamte Spektrum einer modernen Handchirurgie an.
Auch die moderne Fußchirurgie mit individuell angepassten Operationen bei Vorfußdeformitäten, wie z.B. bei Ballenzehen, Hammerzehen und Gelenkverschleiß, werden in hoher Qualität bei uns angeboten.

Insgesamt werden von uns jährlich ca. 3500 Operationen durchgeführt. Neben der stationären Behandlung erfolgen eine Vielzahl der Operationen, besonders die operative Behandlung kindlicher Knochenbrüche, die Gelenkspiegelungen und die handchirurgischen Eingriffe im Rahmen einer ambulanten Behandlung.

Bewährter Therapieansatz bei Hüftgelenksersatz (TEP)

Am Lukas-Krankenhaus Bünde wird der direkte anteriore Zugang gewählt, um das Hüftgelenk zu erreichen (DAA, direct anterior approach, oder AMIS, anterior minimal invasiv surgery). Dieser Zugang findet bei uns seit 2007 Anwendung, seit drei Jahren fast ausschließlich. Dieser Zugang ermöglicht es, sämtliche Muskeln vollständig zu schonen. Die Muskeln werden zur Seite gehalten, ohne die versorgenden Nerven zu schädigen.
Zusätzlich kommt das sogenannte Fast Track Konzept zur Anwendung. Das heißt, dass schon vor der Operation mit Patienten das Gehen mit Unterarmgehstützen geübt wird. Auch das gesamte Behandlungskonzept wird bei einer Informationsveranstaltung (Fit für die OP) vor der stationären Aufnahme erläutert. Das Ziel ist, dass schon am Tag der Operation mit den Patienten erste Gehübungen gemacht werden.

Die Vorteile dieses Vorgehens sind:
 - Optimale Patienteninformation
Es finden regelmäßige Informationsveranstaltungen statt, in denen unser Team aus Physiotherapeuten und      Ärzten das Vorgehen erläutern und die Benutzung der Unterarmgehstützen geübt wird (jeden Donnerstag 14:00 Uhr - 15:30 Uhr -  in der Abteilung der Physiotherapie).
 - Schonende Operationstechnik
Durch die Anwendung des direkten vorderen Zugangs werden die Muskeln der Hüfte geschont und es kommt nicht zu einer Schädigung der Gesäßmuskulatur. Das Risiko des Hinkens oder der Auskugelung der Hüfte wird stark verringert.
 - Verwendung modernster Implantate
Die Operation wird am Computer geplant und das optimale Implantat wird ausgewählt (Zementfrei, Kurzschaft, Standardschaft, Sonderimplantate)
 - Sehr geringer Blutverlust während der Operation
Durch die schonende Operationstechnik blutet es während der Operation sehr wenig. Zusätzlich finden Medikamente Anwendung, die das Blutungsrisiko vermindern. Fremdblutgaben sind so bei gesunden Patienten nahezu immer zu vermeiden.
 - Geringes Infektionsrisiko
Durch die Gewebeschonung, die kleineren Zugänge und die schonende Operationstechnik heilt die Wunde schneller. Wundinfektionen werden sehr selten gesehen.
 - Deutlich vermindertes Thromboserisiko
Durch die konsequente Physiotherapie und die schnelle Rehabilitation wird der Blutabfluss gefördert. das Risiko einer Gerinnselbildung in den Beinvenen wird deutlich vermindert.
 - Kosmetisch besseres Ergebnis
Die Wunde ist völlig spannungsfrei und heilt daher meist sehr gut. Sie liegt auch nicht über einem Knochenvorsprung und ist daher auch nicht druckempfindlich.
 - Minimale Schmerzen
Der Zugang verursacht nach der Operation deutlich weniger Schmerzen. Zusätzlich wird am Ende der Operation ein Lokalbetäubungsmittel in das Operationsgebiet verabreicht. Zusammen mit der üblichen Schmerztherapie lassen sich so stärkere Schmerzen vermeiden.
 - Schnellere Mobilisation
Die Patienten dürfen sehr schnell das Bett verlassen. Das Schlafen auf der Seite ist sofort gestattet. Wunddrainagen werden nur noch selten verwendet. Ab dem vierten Tag ist die Übungsbehandlung im Bewegungsbad möglich. Gehübungen finden auch im Therapiegarten statt.
 - Kürzerer stationärer Aufenthalt
Die Dauer der stationären Behandlung wird den Bedürfnissen des Patienten angepasst. Im Normalfall sechs bis acht Tage. Für Patienten, die noch mehr Zuwendung brauchen sind auch zehn bis zwölf Tage möglich.
 - Problemloser Übergang in die Reha
Schon vor der Operation erfolgt eine Beratung über die mögliche Reha (ambulant, teilstationär, stationär). Nach Entlassung ist die konsequente Weiterbehandlung garantiert.


Schultergelenksendoprothese

Wie an der unteren Extremität können auch an den oberen Extremität durch Verschleiß oder Unfall zerstörte Gelenke durch Endoprothesen ersetzt werden. Hier haben sich die Endoprothesen in den letzten Jahren Biomechanisch deutlich verbessert. Auch die Operationstechnik hat große Fortschritte gemacht. Es können durch die verfügbaren Prothesentypen für fast jeden Patienten mit einem schmerzhaften, zerstörten Schultergelenk anatomisch und funktionell gute Lösungen gefunden werden.

Prothesentypen 
- Schaftfreie Prothesen (z.B. Eclipse)
werden bei jüngeren Patienten mit arthrotisch oder posttraumatisch zerstörten Schultergelenken eingesetzt. Die sog. Rotatorenmanschette sollte nicht intakt sein. Durch die schaftfreie Verankerung ist eine später evtl. notwendige Wechseloperation meist problemlos möglich.
 - Anatomische Prothesen ersetzen den Oberkopf und ggf. die Gelenkpfanne
Die Prothesen lassen sich modular den anatomischen Gegebenheiten des Patienten anpassen. Die Verankerung kann im Schaft zementfrei oder zementiert erfolgen. Die Pfanne wird zementiert verankert. Auch bei diesem Prothesentyp sollte die Rotatorenmanschette intakt sein.
- Inverse Schulterprothesen werden bei arthrotisch oder traumatisch zerstörten Schultergelenken eingesetzt, bei denen auch die Rotatorenmanschette zerstört ist. Hier wird die Schultergelenkspfanne durch eine zementfrei verankerte Halbkugel ersetzt, die mit speziellen Schrauben fest am Schulterblatt befestigt wird. Im Oberarm wird ein Schaft zementfrei oder zementiert eingebracht, der statt des Kopfes eine Pfanne trägt. Kopf und Pfanne werden sozusagen umgedreht, daher inverse/umgedrehte Schulterprothese. Dieser Prothesentypliefert auch bei fehlender Rotatorenmanschette sehr gute Funktionelle Ergebnisse.

Bei frischen Brüchen, die zu einer Zerstörung des Oberarmkopfes geführt haben, werden primär gerne Endoprothesen eingesetzt, damit das Schultergelenk möglichst schnell belastbar ist und der Patient den Arm frühzeitig wieder einsetzen kann. Altersabhängig werden hier oft inverse Prothesentypen verwendet.



Fachbereich in 133 Sekunden (Video)

Ansprechpartner / Kontakt

Gerne beraten wir Sie persönlich bei allen Fragen rund um unsere Fachabteilung.

Chefarztsekretariat

Susanne Pusch
Susanne Pusch

Chefarztsekretariat

Efimia Struggi
Efimia Struggi
 

Sprechstunden

Die Sprechstunden finden in unseren neu gestalteten Räumen im Erdgeschoss neben der Ambulanz statt. Bitte folgen Sie der Beschilderung.

Zum geregelten Ablauf der Sprechstunde und zur Verhinderung unnötiger Wartezeiten ist die vorherige telefonische Vereinbarung eines Termins über unser Sekretariat erforderlich. Bitte bringen Sie zu Ihrem Vorstellungstermin möglichst alle Befunde (Röntgenbilder, CT-Bilder, MRT-Aufnahmen etc. einschließlich schriftlicher Befundung, Abschlussbriefe vorangegangener stationärer/ ambulanter Aufenthalte) mit. Sie helfen so, unnötige Doppeluntersuchungen und Verzögerungen zu vermeiden.

Sie benötigen in der Kassensprechstunde eine Überweisung vom niedergelassenen Orthopäden oder Chirurgen.

Weitere Kontakte

Soziale Netzwerke

Anschrift

Lukas-Krankenhaus
Hindenburgstraße 56
32257 Bünde