Darmzentrum

Allgemeine Informationen

In Deutschland erkranken jährlich über 70.000 Menschen an Darmkrebs. Bei rechtzeitiger und fachgerechter Behandlung gibt es ausgezeichnete Heilungserfolge. Eine optimale, fachlich kompetente Diagnosestellung und fachübergreifend individuell abgestimmte Therapie vom ersten Arztbesuch bis zur Heilung schafft hierfür die besten Voraussetzungen. Die Vorsorge und damit Früherkennung spielt hierbei eine ganz entscheidende Rolle.

Im Darmzentrum OWL wird durch die Zusammenarbeit in einem funktionierenden Netzwerk qualifizierter Spezialisten der verschiedenen Fachbereiche (Hausärzte, Gastroenterologen, Internisten, Chirurgen, Onkologen, Radiologen, Pathologen, Strahlentherapeuten, Psychologen und onkologisch geschultem Pflegepersonal) für jeden Patienten mit einer Darmkrebserkrankung ein fachübergreifendes und somit optimales Behandlungskonzept erarbeitet.

Dieses gewährleistet durch eine leitliniengerechte Diagnostik und Therapie die bestmöglichen Behandlungserfolge.

Unser Team

Das Team des Darmzentrums
Das Team des Darmzentrums

Im Darmzentrum versorgt Sie unser professionelles Ärzteteam:

Dr. med. Steffen Krummbein, MHBA
Dr. med. Steffen Krummbein, MHBA

Chefarzt
Facharzt für Chirurgie, Visceralchirurgie, spezielle Visceralchirurgie und Proktologie

Oliver Fuckert
Oliver Fuckert

Leitender Oberarzt
Facharzt für Chirurgie, Visceralchirurgie und spezielle Viszeralchirurgie

 
Dr. med. Bernd Wejda
Dr. med. Bernd Wejda

Chefarzt
Medizinischen Klinik I
Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologe, Infektiologe (DGI)

Dr. med. Michael Trapp
Dr. med. Michael Trapp

Oberarzt der med. Klinik I
Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie/internistische Onkologie-Palliativmedizin

 
Dr. med. Univ. Szeged Jens Folgmann
Dr. med. Univ. Szeged Jens Folgmann

Chefarzt
Facharzt für diagnostische Radiologie

 

Das Netzwerk für Darmgesundheit

Das Darmzentrum OWL ist ein Kooperationsnetzwerk, welches aus mehreren fachlich-medizinischen Einrichtungen besteht, die interdisziplinär zusammenarbeiten. Durch eine intensive und ständige Kommunikation und eine gemeinsame Dokumentation aller beteiligten Spezialisten ist eine optimale Patientenversorgung auf dem Gebiet der Darmkrebsbehandlung sichergestellt.

Zertifizierung

Darmzentrum OWL- das erste von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Darmzentrum in Ostwestfalen-Lippe

Als eines der ersten Darmzentren bundesweit hat das Darmzentrum Ostwestfalen-Lippe (Darmzentrum OWL) am Lukas-Krankenhaus Bünde im Jahre 2006 die Zertifizierung nach den strengen Maßstäben der DIN EN ISO 9001 : 2000 beantragt und sehr erfolgreich bestanden.

Dieses Qualitätssiegel bestätigt den kriterien- und systemkonformen Aufbau des Qualitätsmanagements und ist gleichzeitig die Voraussetzung für die Zertifizierung nach dem Kriterienkatalog der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG). Im Jahr 2007 erhielt das Lukas-Krankenhaus die Zertifizierung durch Zertifizierungsgesellschaft OnkoZert.

Unser Ziel ist es, die Patientenversorgung stets auf dem aktuellen medizinischen Stand zu halten und unsere Arbeit kontinuierlich zu überprüfen und zu verbessern. Das heißt, durch eine abgestimmte Zusammenarbeit die Stärkung der Qualität, Leistungsfähigkeit und Effizienz zu fördern. Die direkte Einbindung von niedergelassenen Hausärzten und Fachärzten erlaubt eine geschlossene Versorgungskette vom ersten Verdacht einer Krebserkrankung des Dickdarmes über die Behandlung bis hin zur Nachsorge. Dies kommt den Patienten durch den reibungslosen Informationsfluss und die kontinuierliche Abstimmung in jedem einzelnen Krankheitsfall unmittelbar zugute.

Verlauf einer Behandlung

Wenn durch Ihren Hausarzt oder einen niedergelassenen Facharzt der Verdacht oder bereits die bestätigte Diagnose einer bösartigen Darmerkrankung gestellt wird, so stehen Ihnen unmittelbar die Behandlungsmöglichkeiten im Darmzentrum-OWL offen. 

Aufnahmetag

Im Anschluss an die administrative Aufnahme der Verwaltung empfängt Sie das Pflegepersonal auf Ihrer Station und führt mit Ihnen das pflegerische Aufnahmegespräch.

Im Laufe des Vormittags wird Sie der zuständige Stationsarzt aufsuchen und mit Ihnen das ärztliche Aufnahmegespräch führen. Erkrankung und weitere relevante Begleiterkrankungen werden erfasst und gegebenenfalls folgen weitere ergänzende Untersuchungen. Die Gesamtheit der dann vorliegenden Untersuchungsergebnisse ermöglicht die Planung einer optimalen Therapie nach modernstem Standard.

In der Behandlung des Mastdarmkrebses hat sich in den letzten Jahren die Therapiestrategie deutlich geändert. In zahlreichen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass ab einer bestimmten Tumorgröße die Kombination einer Chemotherapie und Strahlenbehandlung vor der Operation sinnvoll ist, da so die radikale Tumorentfernung bei der Operation sicherer gelingt. Die Entscheidung über das Therapievorgehen wird in einer gemeinsamen Tumorkonferenz, in der sich der Chirurg, Gastroenterologe, Onkologe, Pathologe und Strahlentherapeut treffen getroffen.

Alle Untersuchungsbefunde und die Empfehlungen der Tumorkonferenz werden mit Ihnen ausführlich besprochen. Die Therapie legen wir dann mit Ihnen zusammen fest.

Sollte ein künstlicher Darmausgang (Stoma) aus medizinischer Sicht unumgänglich sein, wird Sie eine Stomatherapeutin über die modernen Versorgungsmöglichkeiten informieren und beraten.

Folgende Untersuchungen sind vor der Operation notwendig:

  • Blutuntersuchung, einschließlich Bestimmung des Tumormarkers CEA
  • Sonographie (Ultraschall) des Bauches
  • Röntgenuntersuchung der Lunge, ggf. Computertomographie
  • Koloskopie (Darmspiegelung) mit Probeentnahmen (wenn nicht bereits durch Ihren Hausarzt oder niedergelassenen Gastroenterologen veranlasst)
  • Computertomographie des Bauches

Zusatzuntersuchungen bei Mastdarmkrebs:

  • Rektoskopie (Mastdarmspiegelung)
  • Endosonographie (Endoskopische Ultraschalluntersuchung zur Größenbestimmung des Tumors und Nachweis etwaiger Lymphknotenmetastasen)
  • ggf. Kernspintomographie des Becken und Bauchraumes (Spezialuntersuchung im Magnetfeld, keine Röntgenstrahlung)

Operation

Sobald alle Untersuchungen vollständig sind und die operative Therapie festgelegt wurde, wird in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch die Operation mit Heilungsaussichten, Risiken und möglichen Komplikationen mit Ihnen besprochen und ein Operationstermin festgelegt. Zudem wird der Narkosearzt ebenfalls ein ausführliches Aufklärungsgespräch über die Narkose und Schmerzbehandlung mit Ihnen führen.

Abhängig von der Lage des Tumors werden unterschiedliche Anteile des Dickdarms bzw. Mastdarms entfernt. Grundsätzlich können die Eingriffe in herkömmlicher, konventioneller Technik mit Bauchschnitt oder aber in minimal-invasiver Technik, der sogenannten "Schlüssellochtechnik" durchgeführt werden.

Nach der Operation

Wir sind bemüht einer Darmträgheit vorzubeugen und Ihre Genesung zu beschleunigen. Abhängig von dem Verlauf Ihrer Operation bedeutet dies, dass Sie bereits am Operationstag trinken und sogar einen Joghurt essen dürfen. Am nachfolgenden Tag erhalten Sie ein normales Frühstück und die Kost wird zügig weiter aufgebaut. Zudem sollten Sie am ersten Tag nach der Operation mit Hilfe der Schwestern/ Pflegern oder der Physiotherapeuten, wenn möglich, aufstehen und sich bewegen. Um eine weitere zügige Mobilisation zu gewährleisten werden alle Sonden, Katheter und Drainagen so früh wie möglich entfernt.

Entsprechend Ihren Bedürfnissen und Erfordernissen haben wir diverse Spezialisten, die sich um Ihr Wohlergehen und den weiteren Verlauf Ihrer Erholung kümmern:

  • Physiotherapeuten
  • Ernährungsberater
  • Seelsorger
  • Psychoonkologen
  • Stomatherapeuten
  • Sozialdienstarbeiter
  • Selbsthilfegruppen ILCO, DCCVe.V.

Partner

Diese Personen und Institutionen bilden als integriertes Netzwerk das Darmzentrum OWL. Durch eine enge Zusammenarbeit und Kommunikation gewährleisten wir so gemeinsam eine optimale Versorgung unserer Patienten.

Medizinische Partner

Pathologie

Klinikum Minden

Klinikum Minden

Prof. Dr. med. Udo Kellner

Feingewebliche Untersuchung (Histologie) der entfernten Darmabschnitte zur Tumorklassifikation

Strahlentherapie

Klinikum Herford

Klinikum Herford

Irene Czichowski-Vieweger

Bestrahlungsbehandlung bei Mastdarmtumoren

Kernspintomographie

Radiologische Praxis

Dr. Imort / Höcker

Radiologische Praxis

Spezielles Untersuchungsverfahren im Magnetfeld besonders zur Beurteilung von Weichteilgeweben

 

Humangenetik

Universität Münster

Universität Münster

Institut für Humangenetik

Univ.- Prof. Dr. med. Peter Wieacker
Forschung, Diagnostik und Beratung bei Erberkrankungen

Stomatherapie

GHD GesundHeits GmbH

Sandra Schroth

GHD GesundHeits GmbH

Betreuung von Patienten mit künstlichem Darmausgang (Stoma)

Medizin & Mehr

MuM

Ärztenetz Bünde

MuM

Dr. med. Thilo Kröger (Internist, Gastroenterologe, Proktologe)
Dr. med. Henrik Könemann (Internist)

 

Selbsthilfegruppen

ILCO

Vereinigung für Stomaträger und für Menschen mit Darmkrebs

Leben mit Krebs

"Leben mit Krebs" Bünde

Frauenselbsthilfe

Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. Bünde

 

Hospize

Begleitung von schwerstkranken Menschen zur Ermöglichung eines würdevollen Sterbens

Lübecke

Hospiz Veritas - Lübbecke

Bethel

Haus Zuversicht - Bethel

Osnabrück

Osnabrücker Hospiz e.V.

 

Ansprechpartner / Kontakt

Gerne beraten wir Sie persönlich bei allen Fragen rund um das Darmzentrum.

Dokumentationsassistentin

Frau Steinmeier
Frau Steinmeier

Chefarztsekretariat

Susanne Tücke
Susanne Tücke
 

Soziale Netzwerke

Anschrift

Lukas-Krankenhaus
Hindenburgstraße 56
32257 Bünde