19. Juni - 24. August 2011
| Wenn Thomas Modler Musik hört, wenn er Bücher liest, werden Bilder daraus. Nicht nur in seinem Kopf, sondern gemalt auf Leinwand. Und jetzt ausgestellt im Galeriegang des Lukas-Krankenhauses. "Kreativ - das ist man. Oder eben nicht", sagt Thomas Modler, die entscheidendere Frage aber sei, ob man diese Kreativität auch ausleben könne. Der Lübbecker Künstler besuchte Workshops, ließ sich von professioneller Seite zeigen, wie der Strich richtig gesetzt, wie aus einer Idee ein Bild wird. Längst ist er diesem Stadium entwachsen, hat seinen ganz eigenen Stil gefunden. Der ist häufig geleitet von nur einem Satz, von einem Bild. Gefunden irgendwo in Büchern, in Magazinen. Meist sind es Acryl-Collagen, die so zufällig aufgegriffenes widerspiegeln. Die sich häufig auch mit schweren, den düsteren Themen des Lebens beschäftigen. Provozierend und anklagend, so dürfe man seine Herangehensweise, seine Bilder ruhig nennen. Für den Beifall, für das Schulterklopfen jedenfalls male er nicht. Viel eher dafür, dass seine Werke eine Resonanz hervorrufen, "ganz gleich, wie diese Resonanz geartet ist". So trifft der Betrachter auf Werke, die erst auf den zweiten Blick offenbaren, welche Intention in ihnen ruht. So wird die Ausstellung also zu einer Gradwanderung, "an deren Ende mich nicht jeder sympathisch finden soll - sondern meine Werke einfach aufrütteln sollen", wünscht sich der Künstler. |








